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„Onlinefunktion bei Personalausweis fördert E-Government in Deutschland“
Jens Fromm, stellvertretender Vorstand ITDZ Berlin, als Experte bei Anhörung im Bundestag

Die Bundesregierung will die Onlinefunktion von elektronischen Personalausweisen weiter fördern. Dazu sieht ein Gesetzentwurf u.a. vor, die eID-Funktion künftig bei jedem Ausweis automatisch und dauerhaft einzuschalten. Für Behörden und Unternehmen soll so ein Anreiz geschaffen werden, mehr Anwendungen zur Nutzung der Onlinefunktion des Personalausweises bereit zu stellen. Die eID-Funktion soll sich dadurch schneller verbreiten und es sollen mehr Anwendungen geschaffen werden.

„Die Änderungen am Personalausweisgesetz sind ein kleiner Baustein zur Förderung des E-Governments in Deutschland. Bund, Länder und Kommunen müssen aber auch weitere, zusätzliche Anstrengungen unternehmen, um E-Government voranzubringen“, sagt Jens Fromm, stellvertretender Vorstand des IT-Dienstleistungszentrum Berlin bei einer Sachverständigen-Anhörung des Innenausschusses im Bundestag.

Man habe bei dem Ausweis zwar eine tolle und innovative Technik, aber bei seiner Einführung vergessen, den Nutzer ein Stück weit mitzunehmen, so Fromm weiter. 2010 habe man dem Bürger eine komplex zu bedienende Lösung angeboten. Nun dienten Elemente des Gesetzentwurfs zur Vereinfachung. Fromm plädierte in diesem Zusammenhang dafür, dass man die eID-Funktion eingeschaltet lassen sollte und begrüßte Ansätze wie das Vor-Ort-Auslesen sowie die Einführung von Identifizierungsdienstsanbietern. Er sieht darin eine Chance, dass die eID-Funktion vorankommt.

Der im Jahr 2010 eingeführte Personalausweis und der elektronische Aufenthaltstitel (eAT) besitzen die eID-Funktion, die es sowohl den Ausweisinhabern als auch Behörden und Unternehmen erlaubt, die jeweilige Gegenseite sicher zu identifizieren. Die Nutzung der eID-Funktion ist jedoch laut Bundesregierung bislang nicht der Normalfall und bleibt weit hinter den Erwartungen zurück. Bei zwei Drittel der rund 51 Millionen ausgegebenen Ausweise wurde die eID-Funktion durch die Bürgerinnen und Bürger deaktiviert, heißt es in der Gesetzesvorlage. Auch Unternehmen und Behörden implementierten sie bislang nur zögerlich in ihre Geschäftsabläufe.

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